Mannheim: Im Mannheimer Stadtteil Straßenheim wurden am Donnerstag im Rahmen des bundesweit einzigartigen Wiederansiedlungsprojekts insgesamt 15 Feldhamster ausgewildert. Seit dem Jahr 2007 wird dort erfolgreich an der Wiederansiedlung des vom Aussterben bedrohten Feldhamsters gearbeitet. Das Projekt gilt als Vorzeigeprojekt in Baden-Württemberg und darüber hinaus und ist das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit von Naturschutzbehörden sowie engagierten Landwirtinnen und Landwirten.

Bei der heutigen Auswilderung informierte die Erste Bürgermeisterin der Stadt Mannheim, Prof. Dr. Diana Pretzell, über den aktuellen Stand des Projekts. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich die Population in den vergangenen Jahren positiv entwickelt hat und die Wiederansiedlung auf einem erfolgreichen Weg ist.

Für einen besonderen Moment sorgte Bürgermeisterin Pretzell bei der Freilassung eines der Tiere. Sie gab einem Feldhamster den Namen „Karlchen“ – angelehnt an Karl Drais, den berühmten Mannheimer Erfinder der Laufmaschine und damit des Vorläufers des heutigen Fahrrads.

Mit der Auswilderung der 15 Feldhamster wird ein weiterer wichtiger Beitrag zum Erhalt einer Tierart geleistet, die in vielen Regionen Deutschlands bereits verschwunden ist. Das Projekt in Straßenheim zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreicher Artenschutz durch die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Behörden und Naturschutz gelingen kann.


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